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Digitalisierung – AI in Österreich

Digitalisierung

Digitalisierung verändert alles und verspricht alles: Wir werden Freizeit gewinnen, im Wohlstand leben, gesund sein, informiert und frei. Durch den Einsatz digitaler Dienste verändern sich Produkte, Services, Kommunikationswege, Informationsmodelle, Arbeitsplätze, Geschäftsprozesse und Business Modelle. Digitalisierung wirkt auf uns wirtschaftlich, gesellschaftlich und individuell. Es macht keinen Unterschied, ob eine Erfahrung physisch oder virtuell stattfindet.

Die Zukunft ist real-digital. Daten werden aufgezeichnet, gespeichert, übertragen, simuliert, analysiert, vernetzt und algorithmisiert. So entsteht eine immersive, virtuelle Welt, in der User interaktiv agieren und die von der realen Welt nicht mehr eindeutig trennbar ist. Wir leben im Tech-Hybrid, einer technologischen Welt, die sich intelligent (smart) in unseren Alltag integrieren: von Smartphones zu Smart Homes und Connected Cars, zum Internet der Dinge (Internet of Things, IoT).

Neue Technologien können Unsicherheit erzeugen. Manche fürchten, dass KI und Digitalisierung uns überrollen. Zukunft ist nicht Schicksal, sondern aktive Gestaltung. Erst der Umgang mit den technologischen Möglichkeiten entscheidet über Nutzen oder Schaden. Daher gewinnt ein verantwortungsvoller Umgang mit Innovation zunehmend an Bedeutung, wie es der EU AI Act mit Governance und Compliance für die Entwicklung von fairer KI vorgibt.

Blockchain, KI, Kryptowährungen und Mixed Reality greifen traditionelle Strukturen offen an. Das Bitcoin-System demonstriert, wie verteilte Datensätze Transaktionen und Smart Contracts nahezu manipulationsfrei ermöglichen. Prozesse und Entscheidungen werden intelligent gesteuert und automatisiert. Das Innovationspotenzial ist enorm und gleichzeitig sprengend. Niemand kann exakt prognostizieren, welche Services sich durchsetzen.

Digitalisierung in der EU

Die Europäische Kommission erfasst mit dem Digital Economy and Society Index (DESI) jedes Jahr, wie digital leistungsfähig die EU-Staaten sind. Im DESI-Visualisierungstool können Nutzerinnen und Nutzer die wichtigsten Kennzahlen zu digitaler Kompetenz, Konnektivität, Technologieeinsatz und digitalen Behördenservices entdecken und vergleichen. So wird sichtbar, wo einzelne Länder stark aufgestellt sind und wo Aufholbedarf besteht.

AI in Österreich

Die folgenden Balkendiagramme zeigen im europäischen Vergleich den Prozentsatz an Unternehmen in ausgewählten Kategorien. Für das Diagramm wurden öffentliche und private Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten erfasst, ausgenommen vom Finanzsektor.

AI oder Cloud oder Data Analytics

– Österreich auf Platz 21 (EU-Schnitt 14)

Finnland liegt mit knapp 80 % klar vorne, gefolgt von Dänemark und den Niederlanden. Der EU-Durchschnitt beträgt rund 55 %. Österreich befindet sich im unteren Mittelfeld. Bulgarien, Griechenland und Rumänien bilden mit unter 35 % das Schlussfeld. Quelle: DESI, abgerufen am 6.11.2025

Cloud

– Österreich auf Platz 17 (EU-Schnitt 13)

Finnland führt mit über 70 %, gefolgt von Dänemark und Schweden. Der EU-Durchschnitt liegt bei rund 42 %. Österreich befindet sich im Mittelfeld. Frankreich, Griechenland, Rumänien und Bulgarien liegen mit unter 25 % am unteren Ende. Quelle: DESI, abgerufen am 6.11.2025

Data Analytics

– Österreich auf Platz 23 (EU-Schnitt 17)

Ungarn, Kroatien und die Niederlande liegen mit über 50 % an der Spitze. Der EU-Durchschnitt liegt bei rund 33 %. Österreich liegt im unteren Mittelfeld. Slowenien und Polen bilden das Schlussfeld mit unter 20 %. Quelle: DESI, abgerufen am 6.11.2025

Artificial Intelligence

– Österreich auf Platz 9 (EU-Schnitt 12)

Dänemark führt mit rund 15 %, gefolgt von Finnland und Luxemburg. Der EU-Durchschnitt liegt bei etwa 8 %. Österreich bewegt sich im oberen Mittelfeld. Am unteren Ende liegen Bulgarien, Polen und Rumänien mit unter 4 %.

Künstliche Intelligenz in Österreich

Auf den ersten Blick wirkt Österreichs Positionierung im Bereich Künstliche Intelligenz widersprüchlich zu jener bei Cloud-Technologien und Datenanalyse. Die Erklärung liegt in zwei unterschiedlichen KI-Welten. Während Cloud und Big Data das Cloud-Native-Paradigma (Plattform-Ökonomie) messen, folgt Österreich dem Industrial-Embedded-Paradigma (Maschinenbau, Automotive). AI funktioniert in beiden Paradigmen, aber mit unterschiedlichen Technologie-Stacks. Laut DESI liegt Österreich bei Infrastruktur, Cloud-Adoption und Datenverfügbarkeit im EU-Vergleich zurück. Anstelle einer breiten Cloud- oder Big-Data-Transformation entstehen in Österreich KI-Anwendungen in den vorherrschenden industriellen Stärkefeldern. Diese Entwicklung verschiebt den Bedarf weg von massiver Cloud-Skalierung hin zu Edge Computing, Automatisierung und industriellen Präzisionslösungen.

Digitalisierung bei KMU

KMU in Österreich liegen bei der digitalen Transformation nur leicht über dem EU-Durchschnitt, während der starke KI-Fortschritt vor allem auf wenigen, hochspezialisierten Technologiebereichen basiert.

Finnland, die Niederlande und Schweden liegen mit über 80 % an der Spitze der kleinen und mittleren Unternehmen. Der EU-Durchschnitt beträgt rund 60 %. Österreich liegt im Mittelfeld. Die niedrigsten Werte zeigen Bulgarien und Rumänien mit unter 30 %. Quelle: DESI, abgerufen am 6.11.2025

Für weitere Einblicke in die digitale Entwicklung der EU-Mitgliedstaaten empfehle ich einen Blick in das DESI-Visualisierungstool.

Mein Angebot

Sehr gerne begleite ich Sie. Erfahren Sie mehr über mich hier.

Quelle: Auszüge dieses Beitrags gehen auf das eBook „Diversity im Zeitalter der Digitalisierung – Die Smarte Organisation“ von Isabella Andrić, MA zurück, das zwischen 2018 und 2025 bei Bookboon abrufbar war.

Disclaimer

Die Inhalte des Blogs unterliegen der Dynamik der Online-Welt, daher kann für die Vollständigkeit oder Aktualität keine Gewähr übernommen werden. Das gilt auch für Verlinkungen zu externen Seiten. Der Blog analysiert technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen, um das Verständnis für Veränderungen zu stärken, die durch Digitalisierung bewirkt werden.

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Interdisziplinäre Innovationsanalystin & Strategin für KI

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Auf Förderungen besteht kein Rechtsanspruch. Angaben ohne Gewähr. Stand Juli 2026.

Unternehmen aus Wien können bei der WKW den Antrag auf eine geförderte Unternehmensberatung der WKW stellen. Innovation und Innovationsmanagement werden mit bis zu 20 Stunden gefördert, Analysen, Strategieentwicklung und Marketing mit 10 Stunden. Abhängig vom Unternehmensalter erhalten Sie einen Zuschuss von EUR 44 bzw. EUR 66 pro Beratungsstunde. 

Die Förderung „Digitalisierung“ der Wirtschaftsagentur Wien unterstützt Wiener KMU und EPU mit 50 % Zuschuss (max. 50.000 Euro) für umfassende Digitalisierungsprojekte. Gefördert werden externe Dienstleistungen, Software, Hardware, Lizenzen und Schulungen, sofern sie Teil eines nachvollziehbaren Digitalisierungsplans zur prozessübergreifenden Digitalisierung und Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse sind.

Wer Zusammenarbeit, Unternehmenskultur, Innovation und Teamperformance strategisch stärken möchte, kann die FFG Förderungen Diversity-Scheck und DIVERSITEC beantragen. Gefördert werden österreichische Unternehmen bei Maßnahmen rund um Vielfalt und Diversity, Bias-Sensibilisierung, Wertemanagement, Culture of Innovation und nachhaltige Organisationsentwicklung.

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